Studie „Korrelation zwischen der mentalen Ich-Grenze und kulturellen Parametern“

Dr. Klaus Blaser und Dr. Tom Latka (Basel/ München)

Teilnehmerinformation

Hintergrund

Wir leben in einer Zeit, wo viele Grenzen in Frage gestellt werden und wo versucht wird, Grenzen neu zu definieren. Dabei zeigt sich eine gesellschaftliche Tendenz, welche die „Transparenz“ versucht zu fördern, die Auflösung von Grenzen im Allgemeinen unterstützt und der Verlust der Privatsphäre in Kauf nimmt. Welche Rolle spielt dabei unsere eigene individuelle psychische Ich-Grenze? Folgt sie der gleichen Bewegung und spielt diese westliche Entwicklung dabei eine Rolle?

Ziel der Studie

Die Studie versucht mittels der Messung der mentalen Ich-Grenze mit dem "Boundary Protection Scale-Fragebogen" (BPS-14) zu untersuchen, inwiefern die Durchlässigkeit und die eventuelle Auflösung der Ich-Grenze von unserer westlichen Kultur geprägt werden. Gibt es kulturelle Unterschiede im Umgang mit der eigenen Ich-Grenze und wie schnell färbt sich die westliche Grenzvorstellungen auf andere Grenzbilder ab. Wahrscheinlich spielt die Sprache, die Religionszugehörigkeit, die Dauer der Beeinflussung oder anders formuliert, die Anpassung eine wichtige Rolle.

Messmethode

Die Boundary Protection-Scale (BPS-14) wurde am Centre for applied Boundary Studies in Basel entwickelt und an der Universität Tübingen validiert. Es ist ein Selbstbeurteilungsfragebogen bestehend aus 14 Fragen. Erste Forschungsergebnisse zeigten einen Zusammenhang zwischen der mentalen Ich-Grenze und der Achtsamkeit. Auch konnte gezeigt werden, dass die Stärke der psychischen Ich-Grenze und die Achtsamkeit durch ein 8-wöchiges Training erhöht werden kann.
 Für die vorliegende Studie beantwortet der Teilnehmer Fragen zum Alter, Deutschkenntnissen, Ausbildung, Religionszugehörigkeit und Anzahl Aufenthaltsjahre im deutschsprachigen Raum und dem erwähnten BPS-14 Fragebogen. Der Teilnehmer erhält direkt anschliessend eine Rückmeldung zu den Score im BPS-14.

Vertraulichkeit

Die Daten werden ausschliesslich in anonymisierter Form gespeichert, statistisch ausgewertet und veröffentlicht. Der Teilnehmer stimmt zu, dass diese anonymisierten Daten für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden dürfen.

Fragebogen der Studie

Geschlecht

Sprachverständis: Ist Ihre Muttersprache Deutsch?
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